Produktkennzeichnung als Produktdigitalisierung

Digitalisierung und Industrielle Kennzeichnung

Digitalisierung als Kampfbegriff ist in aller Munde. Wunderzahlen aus dem digitalen Raum erheischen Aufmerksamkeit und begeistern. Sei es, dass YouTube im Februar 2005 gegründet – und schon im September desselben Jahres für 1,65 Milliarden verkauft wurde, dass sich mit einer einzelnen Google-Anfrage bis zu 1000 Rechner befassen, dass das Fernsehen als einflussreichstes Medium passé ist u.v.m. Was bedeutet aber eigentlich „Digitalisierung“? Und wie hängt Digitalisierung mit einer industriellen Kennzeichnung zusammen?

Wikipedia liefert – wie bei fast allem – eine prägnante und passende Definition:

Der Begriff Digitalisierung bezeichnet im ursprünglichen Sinn das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate.

Wikipedia ist selbst ein Leuchtturm für Digitalisierung nach dieser Definition. Früher gehörten Lexika und Enzyklopädien zum (benutzten) Standardinventar eines Haushalts. Heute sind sie nur noch Zierde. Ihr Nutzen hat sich durch die Digitalisierung überholt. Die letzte Printversion der altehrwürdigen Encyclopædia Britannica ist 2012 erschienen. Die Rolle dieses wie auch der meisten anderen (abgesehen von Spezialwerken) Nachschlagewerke, sind in Wikipedia aufgegangen.

Eine ähnliche Entwicklung gibt es an vielen weiteren Stellen im Alltag- und Berufsleben. Von der E-Mail-Kommunikation über To-Do Listen bis hin zur persönlichen Kommunikation: Die Digitalisierung bietet an beinahe jeder Stelle ein schnelleres, einfacheres, effizienteres und preiswerteres Mittel zur Zielerreichung. Der Einfluss der Digitalisierung ist so gewaltig, dass vielerorts auch von der „dritten industriellen Revolution“ zu lesen ist.

Industrielle Kennzeichnung als Standard

Der Nutzen der Digitalisierung hat nicht nur Anwender überzeugt. Auch und gerade in der Industrie bilden sich immer mehr Konzepte, wie Digitalisierung nutzbar sein kann und soll. Die Bundesregierung hat mit dem Industrie 4.0 Programm Richtlinien festgestellt, an denen sich Unternehmen orientieren können.

Dabei sind die Bemühungen, Digitalisierung de facto umzusetzen, eher „zögerlich“. Zu dem Ergebnis kommt eine neue Studie (klick). Vielfach liegt das darin begründet, dass die Anforderungen der Industrie 4.0 als Bürde gesehen werden. Das aber greift zu kurz: Die Digitalisierungskonzepte sind dazu da, die Industrie für die Zukunft fit zu machen. Und das bedeutet auch, die Wertschöpfung zu befeuern. Denn diese, so die Experten, lässt sich durch die Umsetzung von Digitalisierungskonzepten um bis zu 30% steigern.

Zum Beispiel bei der Industriellen Kennzeichnung von Produkten.

Industrielle Kennzeichnung als Chance

Die Pflicht zur Nachverfolgbarkeit analoger Produkte findet gerade Eingang in verschiedene Gesetze. In nächster Zukunft müssen – so die EU Vorgaben – Tabak- und Pharmaprodukte eindeutig gekennzeichnet werden, um rückverfolgbar zu sein. Man muss kein Wahrsager sein, um vorher zu sehen, dass der Pflicht zur Rückverfolgbarkeit damit nicht Genüge getan sein wird.

Der Vorteil für Verbraucher liegt auf der Hand: Klarheit und Verlässlichkeit. Jedermann soll in Zukunft wissen, welches Produkt – ob Original oder Fälschung – er in den Händen hält, indem Fälschungen sicher identifiziert werden können. Der Vorteil für den Gesetzgeber: Zusätzliche Steuereinnahmen durch die systematische Eindämmung von Schmuggel. Es scheint nur einen Verlierer zu geben: Unternehmen. Für die bedeutet eine industrielle Kennzeichnung zusätzlichen Aufwand – und damit Kosten.

Dabei ist Nachverfolgbarkeit heutzutage nicht nur eine Bürde oder Instrument zur Erhöhung der Steuereinnahmen. In verschiedenen Pilotprojekten konnte Tailorlux zeigen, dass eine industrielle Kennzeichnung in vielen Fällen zu einem wertvollen Instrument der Unternehmen werden kann, um o.g. 30% der Wertschöpfung anzuzapfen. Im besten Fall werden durch die Produktkennzeichnung dann nicht nur Kosten gedeckt. Ziel der Kennzeichnung ist, den Ertrag zu erhöhen.

Die Lieferkette als Ansatzpunkt

Die Digitalisierung entfaltet gerade bei der Betrachtung der Lieferkette ihr Potential: Der Tailorlux-Partner Segura macht es mit einer Cloud-basierten Lösung vor. Durch die ständige, digitale Überwachung der Lieferkette werden Zuverlässigkeit und Compliance sichergestellt. Auf unvorhergesehene Ereignisse (beispielsweise das Wetter) kann flexibel reagiert werden. Dadurch steigt Effizienz und der Overhead reduziert sich.

Komplementär dazu ist die Lösung von Tailorlux: Durch Tailor-Safe® wird eine industrielle Kennzeichnung direkt in das Produkt eingebracht (weitere Informationen). Mithilfe einfachster Sensoren lässt sich diese dann wiederum auslesen. Der Clou: Die Markierung kann nicht vom Produkt getrennt werden. Das Produkt selbst wird zum Objekt der Rückverfolgbarkeit.

Im Kontext der Digitalisierung: Die Lösung Tailor-Safe® befasst sich mit der Digitalisierung analoger Produkte, indem Basismaterialien unaufhebbar markiert werden. Von Plastik über Baumwolle bis hin zu Ölen und Schmierstoffen ermöglicht die Produktmarkierung Tailor-Safe® also das Verifizieren zuvor markierter Produkte und die Sammlung von Daten entlang der Wertschöpfungskette. Durch den Inline-Sensor lässt sich die Verifizierung und Datensammlung sogar innerhalb der Wertschöpfungskette automatisch vornehmen. Der daraus entstehende Datenstrom lässt sich dann dazu verwenden, die Lieferkette und dazu gehörige Prozesse systematisch zu optimieren. Dadurch wird die Effizienz gesteigert und Schwachpunkte werden systematisch reduziert.

Industrielle Kennzeichnung durch digitalisierte Baumwolle

Dadurch gelingt durch die industrielle Kennzeichnung ein ungeahntes Maß an Klarheit innerhalb der Wertschöpfungskette. Durch eine unabhängige und nachvollziehbare Sicherheit, wo der Produktursprung liegt – aber auch für das „show and tell“. Denn anders als bei Audits, wird bei einer Markierung permanent gerichtverwertbar überwacht.

Haben auch Sie Interesse daran, Ihr Produkt zu digitalisieren und von den Vorteilen zu profitieren? Dann sprechen Sie uns an!